Autorenporträt
Sabina Kürsteiner
Kunst zu erschaffen war für mich schon immer eine Möglichkeit, Erlebnisse aus der Vergangenheit in der Gegenwart zu verarbeiten.
1997 inspirierte mich die Schwangerschaft meiner Schwester beziehungsweise das in ihr heranwachsende Leben zu meiner ersten Skulptur, ich nannte sie ›Leben‹.
Ein anderer Weg, um meine Emotionen auszudrücken und (er)fassbar zu machen, waren seit jeher Gedichte. Eine Kombination dieser beiden Kunstrichtungen war auch schon Gegenstand mehrerer Ausstellungen, unter anderem an der Arte in Binningen/Basel, an welcher meine Kunstform einem internationalem Publikum vorgestellt wurde. Die Synergie zwischen Skulpturen und Gedichten bot mir eine Bandbreite der Intensität, um Gefühle greifbar zu machen, eine Intensität, die ansonsten nicht möglich gewesen wäre.
Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich auch damit den Spielraum nicht ausschöpfen konnte, weshalb ich begann, ein Buch über mein Leben und meine Erlebnisse, meine Geschichten zu schreiben. Mein Leben war schon immer ereignisreich, nicht immer aber leicht und trotzdem hat es mich rückblickend enorm viel gelehrt, insbesondere über mich selbst, aber auch über das Leben.
An diesen Erlebnissen und meinen daraus gewonnenen Erkenntnissen möchte ich gerne auch andere teilhaben lassen. Ich will niemanden belehren und niemandem vorschlagen, wie er sein Leben zu leben hat oder was er tun soll. Ich möchte auch nicht einen Weg aufzeigen, welcher der wahre und richtige Weg des Lebens sein soll. Mein Ziel ist es, durch die Geschichten meines Lebens andere etwas über sich selbst erfahren und erkennen zu lassen, denn jeder wird auch ein Stück von sich selbst erkennen und wer mit dem Herzen liest, wird zwischen den Zeilen, hinter den geschriebenen Worten, Erfahrungen und Eindrücke sammeln sowie Erfahrungen machen, die möglicherweise das eigene Leben besser, glücklicher und mutvoller machen.
Dies ist meine Vision der Wirkung meines sehr persönlichen Buches.
